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Bereits im Jahre 1928 erkannten engagierte Menschen aus der Bevölkerung in Riedersdorf und Umgebung die Notwendigkeit einer Freiwilligen Feuerwehr. Aus dieser Erkenntnis heraus fand schließlich am 27. September 1928 eine Zusammenkunft im damaligen Gasthaus Stollnberger in Riedersdorf statt. Nach längeren Wechselreden und verschiedenen Aussprachen kam es letztendlich zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf.

 

Folgende Personen traten an jenem Tag der Feuerwehr bei und bildeten somit die Basis einer gut funktionierenden Wehr:

Franz Enengl Riedersdorf 1 * Karl Reiter, Neudorf * Karl Lumetsberger, Riedersdorf 20 * Johann Gassner, Riedersdorf 36 * Johann Kubicek, Riedersdorf 3, Johann Stollnberger, Riedersdorf 4 * Ignaz Linhartsberger, Riedersdorf 31 * Florian Klampfer, Riedersdorf 30 * Franz Prandstetter, Riedersdorf 7 * Ignaz Brunner, Riedersdorf 11 * Anton Peneder, Riedersdorf 17 * Ignaz Höbarth, Riedersdorf 4 * Karl Kamleitner, Riedersdorf 9 * Johann Kranzer, Riedersdorf 15 * Anton Schubauer, Riedersdorf 33 * Karl Kastenhofer, Riedersdorf 35 * Raimund Haider, Riedersdorf 16 * Johann Steinkellner, Riedersdorf 34 * Josef Kloibhofer, Riedersdorf 8 * Josef Holzer, Niederschreineredt 1 * Franz Luftensteiner, Riedersdorf 21 * Anton Steindl, Riedersdorf 29 * Franz Steiner, Nierderschreineredt 2 * Anton Windischhofer, Niederschreineredt 3 * Leopold Mitterlehner, Riedersdorf 18 * Heinrich Luger, Rieders-dorf 19 * Anton Rumetshofer, Riedersdorf 14 * Heinrich Hinterleitner, Riedersdorf 26.

Johann StollnbergerAus diesen 28 Feuerwehrleuten ging Johann Stollnberger als Wehrführer (Kommandant) der Freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf hervor. Er führte die neue Feuerwehr bis in das Jahr 1932. Franz Enengl wurde zum Schriftführer und zugleich zum Kassier ernannt. Auch damals wurde schnell klar, dass eine funktionierende Feuerwehr auch finanzielle Mittel benötigt. So wurde bei der Versammlung am 6. Jänner 1929 ein Antrag auf die Gewährung einer Beihilfe an den damaligen Bürgermeister der Gemeinde Pabneukirchen gestellt. Dank einiger Spenden aus der Pabneukirchner Bevölkerung konnten sich die Kameraden über einen Kassastand von 37 Schilling und 25 Groschen erfreuen. Des weiteren wurde die Einhebung eines Mitgliedsbeitrages in der Höhe von 50 Groschen pro Mann festgesetzt. Auch über die Ausrüstung machte man sich bereits ernsthafte Gedanken. Ein Antrag für den Ankauf einer Motorspritze wurde bereits im Jahre 1931 gestellt, der jedoch aufgrund fehlender Mittel zunächst auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden musste. Bei der Generalversammlung am 26. März 1932 gab Wehrführer Johann Stollnberger seinen Rücktritt bekannt.

 

Als Nachfolger wurde Anton Schuhbauer gewählt. Unter seiner Führung konnte sich die Feuerwehr Riedersdorf über einen guten Anton SchuhbauerMitgliederzuwachs erfreuen. Im Jahre Erste Pumpe1934 wurde dann ein Spritzenwagen, sowie verschiedene kleinere Ausrüstungsgegenstände angekauft. Auch der Bereich Ausbildung war schon damals ein Thema. Im Jahre 1935 wurden bereits drei Übungen durchgeführt. Anton Schuhbauer führte die Feuerwehr Riedersdorf durch eine schwere und vom Krieg heimgesuchte Zeit. Er war Kommandant bis zum Jahr 1963.

Trotz der schwierigen Verhältnisse gelang es den Ankauf der ersten Motorspritze über die Bühne zu bringen. Diese technische Errungenschaft war für die Feuerwehr der damaligen Zeit von unschätzbarem Wert.

 

Leider enden im Jahr 1936 die Aufzeichnungen im Protokollbuch unserer Wehr und beginnen erst wieder im Jahre 1963. Alten Aufzeichnungen zu Folge war die Freiwillige Feuerwehr Riedersdorf in den Kriegsjahren bei der Feuerwehr Pabneukirchen eingegliedert.

 

Josef PalmetshoferMit den Neuwahlen im Jahre 1963 veränderte sich vieles. Josef Palmetshofer wurde als neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf gewählt. Unter seiner Führung wurden immer mehr Übungen abgehalten, verschiedene Ausrüstungsgegenstände wurden angekauft, die Mitgliederzahl ist angewachsen, und sogar ein Feuerwehrball, der am 24. November 1963 im GH Schöller in Riedersdorf stattfand, war schon damals mit 168 Eintritten bestens besucht. Bei der Jahreshauptversammlung am 26. Jänner 1964 hatte die Feuerwehrkassa einen Stand von 965,00 Schilling. Im Frühjahr des Jahres 1964 wurde dann mit dem Bau eines Feuerwehrzeughauses begonnen. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren konnte dieses schließlich am 15. August 1969 seiner Bestimmung übergeben werden. FeuerwehrhausAuch eine gute Ausbildung der Feuerwehrmänner wurde immer wichtiger und so besuchten erstmals im Jahre 1968 zwei Feuerwehrkameraden den Maschinistenlehrgang in der Landesfeuerwehrschule in Linz.

Um Einsätze in der Zukunft besser bewältigen zu können, wurde im Jahre 1972 über den Ankauf eines Feuerwehrautos beraten. Auf das Organisieren vom damaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten Friedrich Pointner bekam die Wehr schließlich schon am 2. Dezember 1972 einen VW 1500 Kastenwagen. Ein Großbrand in Riedersdorf vernichtete am 29. November 1976 die Liegenschaften Rumetshofer, Kubicek und Schöller. Dem raschen und selbstlosen Handeln der Riedersdorfer Frauen ist es zu verdanken, dass ein Übergreifen der Flammen auf weitere benachbarte Häuser verhindert werden konnte. Dazu sei bemerkt, dass es damals noch keine Alarmsirene gab und die meisten Männer und Feuerwehrkameraden aus dem Dorf an ihrem auswärtigen Arbeitsplatz tätig waren.

Auch in der heutigen Zeit stellt die Tatsache, dass viele Feuerwehrkameraden tagsüber in der Arbeit sind, oft noch ein großes Problem dar. Seit dem Jahre 1977 verfügt das Feuerwehrzeughaus in Riedersdorf über einen Stromanschluss. Eine Alarmsirene wurde im Mai 1981 am Dach des Zeughauses angebracht.

Mit Ende des Jahres 1987 ging schließlich auch eine sehr erfolgreiche Amtsperiode von Kommandant Josef Palmetshofer zu Ende.

 

Mit der Feuerwehrwahl am 20. März 1988 wurde das Kommando der FF Riedersdorf grundlegendJohann Haider verändert. Als neuer Feuerwehrkommandant ging Johann Haider hervor. Er übernahm die Feuerwehr mit einem Mitgliederstand von 38 Mann. Die erste Bewerbsgruppe wurde ins Leben gerufen. 9 Mann der FF Riedersdorf nahmen zum ersten Mal am 8. Juli 1988 beim Feuerwehrleistungsbewerb in Micheldorf teil. Johann Haider legte sein Augenmerk verstärkt auf das Übungs- und Bewerbswesen, sowie auch auf kulturelle Veranstaltungen, wie Bälle und Feuerwehrfeste.

Erste BewerbsgruppeSo wurden zum Beispiel im Jahre 1988 vier Übungen durchgeführt. Das erste Feuerwehrfest fand am 16. Juli 1989 im Garten der Fam. Josef Kranzer statt. Das Fest stand unter dem Motto 60 Jahre Feuerwehr Riedersdorf. Abordnungen auswärtiger Feuerwehren, sowie zahlreiche Ehrengäste nahmen am Festakt teil. Das Fest war ein großartiger Erfolg für die Feuerwehr Riedersdorf.

Am 11. August 1989 führte die Feuerwehr die erste Nachtübung durch. Diese Übung, die bei Dunkelheit stattfand wird seither einmal im Jahr abgehalten und wird mittlerweile sogar gemeinsam mit den Einsatzkräften des Roten Kreuzes St. Georgen am Walde durchgeführt.

Schwere Naturkatastrophen hielten die Einsatzkräfte im Jahre 1990 und 1991 in Atem. Stürme und Unwetter, sowie das Hochwasser am 3. August 1991 stellten große Herausforderungen an die Kameraden der Brand Pabneufreiwilligen Feuerwehr Riedersdorf. Auch das Jahr 1992 brachte den Feuerwehrleuten keine Erleichterung. Eine furchtbare Serie von Brände ereignete sich in der Möbeltischlerei Pabneu in Neudorf. Am 12. Februar 1992 brannte der Silo. Zu einem verheerenden Großbrand kam es am 26. Mai 1992, bei dem die neu errichtete Produktionshalle zur Gänze vernichtet wurde. Ein Übergreifen auf den Bürotrakt, sowie auf die ältere Produktionshalle konnte verhindert werden. Ein neuerlicher Silobrand am 29. Mai 1992 bei Fa. Pabneu konnte rasch gelöscht werden. Ein weiterer Brand ereignete sich am 2. Juli 1992. In den Nachtstunden brannte ein Bauernhaus in Untereisendorf. Am 31. Juli 1992 ereignete sich ein Garagenbrand, der jedoch rasch gelöscht werden konnte. Diese Brände waren sicherlich eine der furchtbarsten Brandserien in der Geschichte der FF Riedersdorf.

Durch das ständige Anwachsen des Mitgliederstandes und der Einsatzhäufigkeit sah sich das Feuerwehrkommando gezwungen das Feuerwehrhaus zu erweitern. So wurde schließlich im Jahre 1993 mit der Planung eines Umbaues begonnen.

Auch 1993 war ein sehr einsatzreiches Jahr. Fünf Brandeinsätze und ein technischer Einsatz wurden von den Feuerwehrmännern bewältigt. Zusätzlich zu den Einsatzstunden wurden von den Feuerwehrmännern noch neunhundert Stunden für den Zeughausbau aufgewendet.

Ein weiteres Anliegen war für Kommandant Haider die Durchführung eines Abschnittsbewerbes. Am 25. Juni Siegerehrung1994 wurde zum ersten mal der Abschnittsbewerb für den Abschnitt Grein in Riedersdorf abgehalten. 44 Erwachsenengruppen und 22 Jugendgruppen nahmen am Bewerb teil. Das zweitägige Hüttenfest bei Fam. Josef Steindl wurde ein großer Erfolg.

Das Jahr 1995 brachte große Aufgaben für die Feuerwehr Riedersdorf hervor. Fünf Brandeinsätze und ein technischer Einsatz, sowie die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses stellten im Jahr 1995 große Anforderungen an die Kameraden der FF Riedersdorf. Ein dreitägiges Hüttenfest wurde anlässlich der Zeughausweihe bei Fam. Josef Kranzer veranstaltet. Ehrenkommandant Josef Palmetshofer wurde am 18. August 1995 zu Grabe getragen.

 

Andrea RaabDas Jahr 1996 hat in der Geschichte der FF Riedersdorf eine ganz besondere Bedeutung. In diesem Jahr traten zehn junge Menschen der freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf bei. Unter ihnen auch die erste “Feuerwehrfrau”. Gemeinsam bildeten diese jungen, aufgeschlossenen Menschen die Bewerbsgruppe “Riedersdorf 3” und erbrachten auf verschiedenen Bewerben hervorragende Leistungen.

1997 hatte die Feuerwehrkameraden zwei Brandeinsätze zu bewältigen.

Am 13. September 1997 verstarb Ehrenamtswalter Franz Kranzer. Er war Gründungsmitglied und 44 Jahre lang aktiv als Zeugwart tätig.

Brand BauernhäuserZum wohl spektakulärsten Brandeinsatz in der gesamten Feuerwehrgeschichte wurde unsere Wehr am 13. Mai 1998 gerufen. In St. Georgen am Walde setzte eine gewaltige Blitzentladung gleichzeitig zwei benachbarte Bauernhäuser in Brand. In beiden Fällen konnten die Wohnhäuser und die Tiere gerettet werden. Auch die Landeswarnzentrale in Linz kann sich nicht an einen ähnlichen Vorfall erinnern. Auf Grund der vorangegangenen Brandeinsätze entschloss sich das Kommando den schweren Atemschutz, der beim Fest am 5. Juli 1998 feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde, anzukaufen.

Über den größten Mitgliederzuwachs konnte sich unsere Wehr im Jahre 1999 erfreuen. 13 junge Feuerwehrleute haben sich der freiwilligen Feuerwehr angeschlossen. Unter ihnen befanden sich auch vier junge Frauen.

Ein dreitägiges Hüttenfestest mit Abschnittsbewerb sorgte für zusätzliche Arbeit. 132 Aktiv- und 55 Jugendgruppen haben an diesem Bewerb des Abschnittes Grein teilgenommen.

Das Jahr 2000 brachte dann gleich einige Veränderungen mit sich. Zum ersten Mal fand ein feuerwehreigener Grundlehrgang, der von den Kommandomitgliedern abgehalten wurde, statt. Moderne Computertechnik hielt Einzug. Das Feuerwehrverwaltungsprogramm “FIS” wurde angekauft. Der erste Feuerwehrausflug wurde am 1. Juli 2000 nach Kirchbichl in Tirol organisiert. Unsere Bewerbsgruppe ist beim dort stattfindenden Abschnitts- Nassleistungsbewerb angetreten und konnte den 13. Rang erreichen. Zwei Großübungen wurden durchgeführt. Unser 8. Hüttenfest war ein großer Erfolg für unsere Wehr.

HochwasserIm darauf folgenden "Katastrophenjahr" 2002 wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf ganz besonders beansprucht. Bereits beim ersten Hochwasser im März waren unsere Feuerwehrleute in Eizendorf im Einsatz. Am 6. Juni brachten schwere Regenfälle den Bach neben dem Altstoffsammelzentrum in Pabneukirchen zum Überlaufen. Das Wasser musste abgepumpt und das ASZ vom Schlamm befreit werden.
Das Jahrhunderthochwasser beschäftigte die Feuerwehr Riedersdorf vom 12. bis 15. August 2002 in den Hochwassergebieten von Eizendorf und Baumgartenberg. Zusätzlich sorgte ein schweres Gewitter in der eigenen  Gemeinde für neuerliche Überflutungen des Altstoffsammelzentrums in Pabneukirchen. Hochwasser ASZ

Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Kameraden für ihren selbstlosen und beherzten Einsatz. Im Jahr 2002  leisteten unsere Feuerwehrleute insgesamt 1.282 Einsatzstunden.

Dank der großzügigen Spenden aus der Pabneukirchner Bevölkerung und den Einnahmen der zahlreichen Festveranstaltungen der Freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf, konnten in den letzten 15 Jahren Ausrüstungsgegenstände im Gesamtwert von 55.000.- Euro angekauft, und somit das Gemeindebudget wesentlich entlastet werden.
Ein herzliches Dankeschön für diese tolle Unterstützung.