Eine besondere Herausforderung für alle Einsatzkräfte ist unsere jährliche Nachtübung, da die Übung bei völliger Dunkelheit stattfindet.
Die Übung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Mönchdorf und dem Roten Kreuz St. Georgen am Walde. Übungsannahme war der Brand in einem landwirtschaftlichen Objekt, wo unter anderem fünf Personen als Vermisst galten.
Nach dem Eintreffen und einer ausführlichen Erkundung der Lage durch unseren Kommandanten und Einsatzleiter Daniel Höbarth, wurde sofort mit dem Aufbau der Zubringerleitung vom benachbarten Anwesen begonnen. Auf Grund der anhaltenden Trockenheit wurde auf eine Wasserentnahme aus natürlichen Gewässern verzichtet. Stattdessen kam unser Falttank als Wasserentnahmestelle zum Einsatz. Dieser wurde mittels Vakuumfass mit Wasser aus der örtlichen Kläranlage befüllt. Beim gesamten Aufbau und dem Löschangriff wurden wir von den Kameraden der Feuerwehr Mönchdorf hervorragend unterstützt. Bereits nach kurzer Zeit konnten die ersten, teils schwer verletzten Personen, aufgefunden und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden. Um die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz bestmöglich zu unterstützen, wurde ein Sammelplatz für die Verletzten Personen eingerichtet und mit notdürftiger Beleuchtung ausgestattet.
Wie uns die Einsatzleiterin vom Roten Kreuz, Miriam Mitterlehner berichtete, waren auch in ihrem Bereich alle Einsatzkräfte besonders gefordert. Zum Einen wurde das gesamte Übungsszenarios sehr realistisch gestaltet und zum Anderen wurde die Arbeit der neun Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter von sechs Übungsbeobachtern genauestens unter die Lupe genommen. Vier Jugendrotkreuz-Kinder waren ebenfalls dabei und durften ihr Erlerntes in die Praxis umsetzen.
Auf Grund des aufziehenden Gewitters erfolgte die Nachbesprechung der Übung im Feuerwehrhaus in Riedersdorf.
Einmal mehr zeigte sich, wie wichtig gemeinsame Übungen von verschiedenen Einsatzorganisationen sind. Im Ernstfall entscheidet ein gutes Zusammenspiel aller Einsatzkräfte nicht nur über Erfolg oder Misserfolg des Einsatzes selbst, sondern unter Umständen auch über Menschenleben!
Insgesamt beteiligten sich 27 Feuerwehrleute und 4 Jugendmitglieder der Feuerwehr Riedersdorf, 7 Feuerwehrleute der Feuerwehr Mönchdorf und 15 Rettungskräfte vom Roten Kreuz St. Georgen am Walde an der Nachtübung.
Abschließend bedankt sich das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Riedersdorf nochmals bei allen Beteiligten sehr herzlich für die Teilnahme an der Übung und die hervorragende Zusammenarbeit. Ein besonderes Dankeschön gilt der Familie Huber aus Neudorf, die uns ihr Gebäude für diese Übung zur Verfügung stellte und Michael Luftensteiner, der uns mit seinem Vakuumfass das nötige Löschwasser zur Verfügung stellte.